Bodenbeschichtungen für jeden Bodentyp – egal ob Industriefußboden oder zu Hause in Keller oder Garage, Beton oder Asphalt, glatt oder rutschfest: Wir haben die richtige Beschichtungslösung. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Boden selbst beschichten.
Eine Industriebodenbeschichtung für Asphalt- und Betonböden bereitet die Bodenarten auf kommende Belastungen in Ihrer Firma bestens vor. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Beschichtungssysteme: von der Versiegelung mittels Epoxidharz über die farbige Gestaltung mit Hallenfarbe bis hin zur Anti-Rutsch-Beschichtung für erhöhte Sicherheit.
Neue Böden zu beschichten ist ebenso möglich, wie eine bestehende und abgenutzte Bodenbeschichtung zu erneuern – selbst auf Fliesen oder öligen Böden. Sie müssen keine Erfahrung haben, denn Industrieböden beschichten „Do-it-yourself“ ist ganz einfach!
Mit unserer kostenlosen Beratung sind Sie bestens vorbereitet. Wir bieten darüber hinaus auch Schulungen und Einweisungen vor Ort an. Komplette Dienstleistungen können wir ebenfalls übernehmen, vorzugsweise allerdings an Wochenenden, um Ihre betrieblichen Prozesse nicht zu stören. Die größte Flexibilität bietet Ihnen aber das „Do it yourself“ – Sie entscheiden, wann und wie es passt.
Alle passenden Produkte finden Sie in unserer Kategorie Bodenbeschichtung.
Warum sollte ich Industrieböden beschichten und streichen?
- Widerstandsfähigkeit: Durch eine hochwertige Bodenbeschichtung mit Epoxidharz können Böden äußeren Einflüssen länger standhalten.
- Rutschfestigkeit: Rutschfeste Beschichtungssysteme erhöhen die Sicherheit.
- Leichte Reinigung: Auf beschichteten Böden haften Verschmutzungen schlechter.
- Bodenmarkierung: Asphalt- und Betonfarbe kann optische Vorteile bringen und zur Markierung verwendet werden.
Wann sollte man einen Boden beschichten?
Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, den Boden zu beschichten.
Neue Böden sollten beschichtet werden, bevor diese z. B. im industriellen Bereich genutzt bzw. belastet werden. Sind erst einmal Öl, Fette oder andere Chemikalien auf den Boden gelangt, werden diese vom Boden aufgesogen und beschädigen ihn. Beton zum Beispiel ist relativ weich und saugstark – durch chemische Reaktionen verliert Beton seine Festigkeit und somit Belastbarkeit.
Bestehende Beschichtungen sollte man spätestens dann erneuern, wenn diese durch Abrieb oder andere Belastungen verschlissen sind.
Warum ist eine Bodenvorbereitung so wichtig?
Das Wichtigste vor einer Bodenbeschichtung ist und bleibt die Vorbereitung des Bodens – egal ob Beton oder Asphalt. Dafür sollten Sie auch die meiste Zeit einplanen. Es geht hierbei nicht nur um die Optik, sondern vor allem um die Haltbarkeit. Epoxid-Beschichtungen kann man zwar nehmen, um kleine Löcher oder Risse zu verfüllen, aber nach dem Aushärten sind die Risse und Löcher weiterhin sichtbar. Epoxid hat selbst eine Oberflächenspannung, und beim Aushärten entstehen im kaum fühlbaren Bereich Schrumpfungen, die je nach Lichteinfall sichtbar werden. Diese „Dellen“ nennt man „Fischaugen“.
Auf was sollte man achten – und was ist die Lösung?
- Risse im Boden – diese kann man mit einem flüssigen Rissfüller aus Epoxid vergießen.
- Löcher im Boden – diese kann man mit einem Epoxidspachtel oder Epoxidmörtel zuspachteln.
- Tausalz im Boden – gerade bei Garagen sollte man den Boden vorher wässern und mit einem Schrubber ordentlich durchschrubben, um so viel Tausalz wie möglich auszuschwemmen.
- Öl im Boden – muss in jedem Fall entfernt werden, am besten mit unserem biologisch abbaubaren Bioversal.
- Bereits beschichteter Boden – dieser muss vorher angeschliffen und lose Beschichtung entfernt werden.
- Flügelgeglätteter Boden – dafür benötigt man mindestens eine Spezialgrundierung.
In drei Schritten zur Bodenbeschichtung
1. Boden für die Beschichtung vorbereiten
Für eine haltbare Bodenbeschichtung ist eine sorgfältige Vorbereitung des Bodens nötig, damit die Maßnahmen langfristig Erfolg zeigen. Der Untergrund muss zuerst gereinigt und bei Bedarf (z. B. bei glattem Untergrund) vorher mit einer Grundierung versehen werden.
→ Unsere Produkte zum Thema Bodenvorbereitung
2. Das richtige Produkt auswählen
1-komponentige Farben sind nach der Trocknung mit dem Hubwagen belastbar.
Soll die Bodenbeschichtung extra stark sein (z. B. gabelstaplertauglich), setzen Sie vorzugsweise eine 2-komponentige Beschichtung ein.
Soll die Beschichtung rutschfest sein, bieten wir entsprechende Antirutsch-Beschichtungen an.
3. Versiegelung
Eine gesonderte Versiegelung unserer Produkte ist nicht notwendig – alle Produkte zur Bodenbeschichtung sind nach ihrer Aushärtung bereits nutzbar und begeh- bzw. befahrbar!
Welche Bodenbeschichtung eignet sich am besten?
Dies ist eine Diskussion, in der es verschiedene Sichtweisen gibt. Da eine Bodenbeschichtung ein Kostenfaktor ist und es um Langlebigkeit geht, sollte man darauf achten, die höchstwertige Lösung zu wählen, die für den jeweiligen Bedarf am sinnvollsten ist.
Es gibt aber auch „Zwänge“: Garagen sollten Sie niemals mit einer 1-komponentigen Beschichtung (z. B. Acryl), sondern immer nur mit Epoxid beschichten. Hier geht es um die Widerstandsfähigkeit gegen die hoch aggressiven Weichmacher der Autoreifen.
Letztendlich empfehlen wir aber immer eine Epoxidbeschichtung. Sie bietet die größte Sicherheit und Belastbarkeit, und die bestehenden Qualitätsunterschiede passen auf die verschiedensten typischen Anforderungen. Wir bieten z. B. 3 Qualitäten an, die sich auch im Preis unterscheiden.
Qualitätsunterschiede (5 Sterne = Premium):
| Qualität der Inhaltsstoffe | Premium | Normal | Heimwerker |
|---|---|---|---|
| Verbindungsgrad / Vernetzung Großmoleküle im Epoxid | ★★★★★ | ★★★ | ★★★ |
| Anteil Pigmentierung | ★★★★★ | ★★★ | ★★ |
| Spezialwachse für geringe Verkratzung / Abrieb | ★★★★★ | ★★ | ★ |
| Haftungsadditive | ★★★★★ | ★★★ | ★★ |
| Chemische Beständigkeit (mind. Reifenweichmacher) | ★★★★★ | ★★★ | ★★ |
Welche Bodenbeschichtung für Garagen?
Hier gibt es nur eine Lösung: die Epoxid-Bodenbeschichtung!
Warum? Die Autoreifen tragen aggressive Weichmacher, die auf eine Beschichtung gelangen, wenn Ihr Auto in der Garage steht. Sämtliche 1-komponentigen Beschichtungen lösen sich – egal was auf der Verpackung steht – durch diese Chemie auf. Nur Epoxid-Beschichtungen sind chemisch so stabil, dass sie diese Belastung aushalten.
Ein wichtiger Hinweis: Nach der Beschichtung müssen Sie ca. 7 Tage warten, bis Sie Ihr KFZ in die Garage stellen können.
Die Erklärung dazu: Epoxide härten zwar schnell aus und sind mechanisch bereits nach ca. 12 bis 18 Stunden voll belastbar (Sie können also schon darüberlaufen und Geräte aufstellen), allerdings sind die sogenannten Großmoleküle, die die chemische Widerstandsfähigkeit ausmachen, erst nach ca. 7 Tagen komplett ausgehärtet.
Zudem sollten Sie immer eine rutschsichere Beschichtung nehmen, damit Sie bei Nässe nicht ausrutschen, wenn Sie in die Garage gehen oder aus dem Auto aussteigen.
Passend auf die Standardgrößen von Garagen bieten wir für den Heimwerker ein Produkt an: FM Garagen/Keller Epoxi 20 m²/40 m² Antirutsch.
Welche Bodenbeschichtung für die Werkstatt?
Auch hier empfehlen wir eine Epoxid-Bodenbeschichtung. Grundsätzlich reicht zwar auch eine 1-komponentige Acrylfarbe für leichtere Belastungen aus. Allerdings sind die Preisunterschiede zwischen 1-komponentigen und 2-K-Beschichtungen mittlerweile so gering, dass man sich direkt für eine Epoxid-Beschichtung entscheiden kann.
Ein Vorteil der Acrylfarbe ist, dass man die Dose einfach aufmacht und streichen kann. Bleibt etwas übrig, verschließt man die Dose wieder und verarbeitet den Rest später. Bei Epoxid muss man die angemischten Mengen verarbeiten und kann diese nicht für später aufheben.
Welche Bodenbeschichtung für den Keller?
Hier reicht auf alle Fälle ein 1-K-Produkt. Das ist die preiswerteste und einfachste Lösung. Viele unserer Privatkunden greifen jedoch lieber zu einer Epoxid-Beschichtung. Unsere FM Garagen/Keller Epoxi 20 m²/40 m² Heimwerker-Beschichtung wird gerne dafür genommen, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut ist und man für das gleiche Geld letztlich mehr Leistung erhält.
Wie trägt man eine Bodenbeschichtung auf?
Der Auftrag einer Bodenbeschichtung ist sehr einfach. Hier nimmt man klassische Werkzeuge, die man in jedem Baumarkt kaufen kann:
- 25-cm-Nylon-Rolle, mittelflorig (pro Schicht und Mann pro Tag mindestens eine Rolle) – breitere Rollen sind nicht sinnvoll, KEINE Schaumstoffrolle
- Passender Rollenbügel und Teleskopstiel
- Rührstab aus Holz zum Mischen oder Quirl für eine Bohrmaschine
- Passende Farbwanne
- Nitril-Handschuhe
- Pinsel für Ecken und Kanten
- Abklebeband und Mülltüten
Mischen Sie das Epoxid gemäß Beschreibung ordentlich an. Einmal angemischt, müssen Sie es auch verarbeiten. Pro Gebinde haben Sie bei unseren Produkten ca. 20 bis 30 Minuten Zeit, bei einer Umgebungstemperatur von ca. 15 °C bis 20 °C. Diese Zeit nennt man Topfzeit. Je wärmer es ist, umso kürzer wird dieses Zeitfenster. Im Hochsommer bei über 25 °C sollte man solche Arbeiten daher eher nicht durchführen – Frühling und Herbst eignen sich am besten. Unter 10 °C Boden- oder Umgebungstemperatur darf man keine Beschichtung durchführen, da das Epoxid dann nicht aushärtet.
Rollen Sie die Beschichtung mit der Nylon-Rolle auf. Beim ersten Anstrich auf Beton ist die Reichweite geringer, da Beton eine gewisse Saugfähigkeit hat: Bei unseren Dosen kommen Sie auf ca. 27 m². Beim zweiten Anstrich reicht die Dose dann für ca. 32 m². Abgeklebte Stellen sollten Sie zeitnah entfernen, denn ist das Epoxid einmal ausgehärtet, bekommen Sie das Tape kaum noch ab. Kratzen Sie den Farbtopf auch nicht bis in die letzte Ecke aus – dieser Bereich ist meist nicht perfekt durchmischt und kann zu Problemen beim Aushärten führen. Das sind oft die Stellen, die beim Darüberlaufen ein „Kaugummigefühl“ geben: ein gewisses „Klebenbleiben“ trotz Aushärtung.
Zu jedem Produkt erhalten Sie von uns Videolinks aus YouTube. Dort sind sämtliche Arbeitsgänge aus unseren eigenen Projekten leicht verständlich zu sehen.
Warum eine Bodenbeschichtung für Gußasphaltböden?
Man trifft im industriellen Bereich recht häufig auf Gußasphaltböden. Egal ob Beton oder Gußasphalt – die Entscheidung für den Boden ist längst gefallen. Es gibt allerdings verschiedene Faktoren, die eine Beschichtung notwendig, aber auch schwierig machen:
Notwendigkeit für eine Gußasphalt-Beschichtung:
- Gußasphalt ist schwarz und erzeugt so einen Verdunkelungseffekt in der Halle.
- Je nach Belastung entsteht ein starker Abrieb, der nur schlecht entfernt werden kann.
- Der Boden ist durch seine Porosität recht saugstark und nimmt Flüssigkeiten und Chemikalien leicht auf.
Schwierigkeit für eine Gußasphalt-Beschichtung:
- Gußasphalt ist weicher als Beton, und diese „Weichheit“ verändert sich je nach Umgebungstemperatur.
- Regale sacken gerne im weichen Gußasphalt ein.
- Schwere Geräte oder Werkstücke, die – gerade im Sommer – auf den weichen Boden fallen, hinterlassen Eindrücke, die nicht von alleine weggehen.
- Gerade im Sommer gibt der Boden unter den Reifen von Gabelstaplern nach.
- Klassische Epoxidbeschichtungen sind nicht in sich flexibel und härten hart aus.
Welche Bodenbeschichtung für einen Gußasphaltboden?
Gußasphalt ist als Werkstoff im Gegensatz zu Beton für eine Beschichtung komplizierter. Klassische Epoxidbeschichtungen, die hart und ohne eigene Flexibilität aushärten, kann man zwar theoretisch auftragen. Wenn Sie dann aber im Sommer mit einem Gabelstapler darüberfahren und der Asphalt nachgibt, kommt es automatisch zu Rissen in der Beschichtung. Diese lassen den Boden nicht nur unansehnlich werden, sondern machen ihn auch wieder durchlässig für Flüssigkeiten – das Epoxid bricht einfach. Zudem hält normales Epoxid nicht ohne Weiteres auf Gußasphalt, weil Asphalt ein petrochemisches Produkt ist. Man benötigt also eine Beschichtung, die entsprechend hält und flexibel bleibt, aber genauso mit schweren Lasten befahren werden kann und chemisch resistent ist.
Framary GmbH hat hierfür ein Spezialprodukt entwickelt. Dieses Beschichtungssystem besteht aus 3 Schichten:
- Die 1. Schicht ist eine Spezialgrundierung, die auch nach der Aushärtung in sich flexibel bleibt.
- Die 2. Schicht ist ein pigmentiertes Spezial-Epoxid, das flexibel bleibt.
- Die 3. Schicht ist das gleiche pigmentierte Spezial-Epoxid, das man auch mit Antirutsch-Granulat kaufen kann.
Jede Schicht wird mit einer 25-cm-Nylon-Rolle aufgetragen und härtet über Nacht so weit aus, dass man am nächsten Tag die nächste Schicht auftragen kann. Um eine entsprechende Schichtstärke zu erhalten, darf man mit einer Dose je Schicht maximal 20 m² beschichten.
Wichtig dabei: Diese Beschichtung „heilt“ nicht den Nachteil der weichen Beschaffenheit des Gußasphaltbodens. Durch die Flexibilität entstehen aber nicht direkt Risse unter der Belastung. Unsere Beschichtung hat eine Dehnungsfähigkeit von mindestens ca. 5 mm.
Bodenbeschichtung im Privatbereich
Auch im privaten Bereich kann es sinnvoll sein, einen Boden zu beschichten. Haben Sie z. B. eine Werkstatt, einen Keller oder eine Garage mit Betonboden, lohnt es sich, über eine Beschichtung nachzudenken. Die Vorteile der leichteren Reinigung und der Wasserfestigkeit liegen auch hier auf der Hand. Zudem müssen Sie kein Experte sein – unsere Produkte sind problemlos in Eigenregie (DIY) zu verarbeiten und liefern trotzdem perfekte Ergebnisse.
Industrieboden selbst beschichten: So funktioniert es
Unsere Kunden fragen auch nach diesen Themen
Die Bodenbeschichtung ist ein umfangreiches Themengebiet. Hier sehen Sie, mit welchen Begriffen sich unsere Kunden im Vorfeld einer Beschichtung rund um Themen wie „Betonbeschichtung“ oder „Epoxidharz-Beschichtung“ beschäftigen.
Unsicher, welche Beschichtung die richtige ist?
Ob Beton, Estrich oder Gußasphalt, Garage, Werkstatt oder Industriehalle – wir beraten Sie persönlich und empfehlen das passende Beschichtungssystem für Ihren Boden. Nutzen Sie unsere kostenlose Fotoberatung oder rufen Sie uns einfach an.
Telefon: 06244 – 326 99 80 · Mo–Fr 8:00–17:00 Uhr · E-Mail: info@framary.de
