Sie haben eine schadhafte Dehnungsfuge, die Sie reparieren möchten, weil z. B. Risse entstanden sind? Im Onlineshop von Framary finden Sie elastischen Rissfüller für Dehnungsfugen und weitere elastische Produkte, mit denen Sie diese Aufgabe in Eigenleistung erledigen können.
Dehnungsfuge Beton – wofür braucht man diese?
Dehnungsfugen in Beton (auch Bewegungsfuge Beton genannt) durchziehen den gesamten Estrich bzw. die Beton-Bodenplatten in gewissen Abständen. Dehnfugen werden vor allem dort eingebaut, wo die einzelnen Bauteile bzw. Bodenplatten beweglich bleiben müssen, um hauptsächlich eine physikalische, temperaturbedingte Ausdehnung bzw. Schrumpfung auszugleichen.
Ist es kalt, zieht sich der Beton zusammen – und umgekehrt. Gäbe es diese Dehnungsfugen nicht, würden mitten auf der Bodenplatte oder an den Rändern und Übergängen Risse entstehen, oder der Beton würde sich sogar hochschieben bzw. auffalten. Dabei wirken enorme Zug- und Druckkräfte.
Sinnvoll ist dies z. B. in Hallen oder Werkstätten, wo zusätzlich die Übertragung von Schall und Schwingungen verhindert werden soll. Dehnungsfugen im Beton werden zur Vermeidung von Rissbildung durch temperaturbedingte Spannungen in der Gesamtfläche eingefügt.
Warum sollte man eine Dehnungsfuge im Beton reparieren?
Je nach Aufbau bzw. Bauart können Dehnungsfugen mit der Zeit durch fortwährende Belastung durch Gabelstapler und andere Flurförderfahrzeuge beschädigt werden. Grundsätzlich werden die Dehnungsfugen vom Architekten bzw. Statiker vor der Betonbodenerstellung geplant. Welche DIN-Normen dabei berücksichtigt werden, können wir in unserem Ratgeber nicht benennen, da es hier ausschließlich um die Reparatur bestehender Dehnungsfugen geht.
Beschädigungen sieht man am deutlichsten bei den klassischen Beton-Dehnungsfugen. Die Flanken der Fugen bestehen aus demselben Beton wie die gesamte Bodenplatte. Sie wurden beim Gießen der Bodenplatte mit einem Holzbrett erzeugt oder nachträglich eingeschnitten bzw. gefräst – im Außen- wie im Innenbereich. Auch Bordsteine haben Dehnungsfugen, die mit der Zeit beschädigt werden können.
Die Dehnungsfugen werden gefüllt bzw. abgedichtet, damit sie sich nicht mit Schmutz füllen oder flüssigkeitsdurchlässig werden. Häufig findet man offene Dehnungsfugen, in denen sich jede Menge Schmutz sammelt.
Da Beton gerade in solchen Randbereichen recht weich ist, tritt durch fortwährende Belastung Verschleiß ein: Der Beton wird durch die dauerhafte Last, z. B. durch das Überfahren, abgefahren. Die Dehnungsfuge erhält dabei meistens ein V-förmiges Profil (ca. 5 cm breit und bis zu 3 cm tief).
Dieses V-förmige Profil stellt vor allem für Flurförderfahrzeuge eine Behinderung dar. Zudem erhöht sich die Unfallgefahr für Mitarbeiter, die darüber stolpern können. Bei Gabelstaplern gibt es beim Überfahren der beschädigten Fuge jedes Mal einen Schlag, der Reifen und Lenkung beschädigen kann – oder die Ware wird von der Palette geschleudert.
Deshalb ist es ratsam, eine beschädigte Dehnungsfuge im Beton frühzeitig zu sanieren und neu zu füllen. Je früher dies geschieht, desto eher lassen sich Schäden vermeiden, Kosten sparen und der laufende Betrieb sichern.
Einmal entstanden, erhöhen Ausbrüche von Dehnungsfugen den Verschleiß von Fahrzeugrädern – etwa an Gabelstaplern, Lkw und Hubwagen. Außerdem werden Bewegungen weitergegeben und führen zu Erschütterungen von Waren und Fahrzeugen. Ist die Fuge erst einmal beschädigt, breitet sich der Schaden immer schneller aus.
Wann bzw. zu welcher Jahreszeit ist die Reparatur sinnvoll?
Bewegungsfugen im Beton sollten Sie möglichst im Frühjahr oder Herbst reparieren (Mindesttemperatur 10 °C, sonst härtet das Epoxid nicht aus), wenn die Beton-Bodenplatte noch zusammengezogen ist. In diesem Moment ist die Dehnungsfuge am breitesten. Sie benötigen dann zwar mehr Material – würden Sie die Reparatur aber im Hochsommer durchführen, wenn die Fuge am schmalsten ist, wirken in der kalten Jahreszeit so starke Zugkräfte, dass es zu Flankenabrissen in der reparierten Fuge kommen kann. Auch wenn unsere Epoxidprodukte eine gewisse Flexibilität besitzen, sind sie nicht so weich, dass sie sich wie ein Gummiband ziehen lassen – sonst könnten Sie wiederum nicht mit dem Gabelstapler darüberfahren.
Unsere Epoxidprodukte bröseln zwar nicht aus, aber neu entstehende Risse könnten sich mit Schmutz füllen.
Wie repariert man Beton-Dehnungsfugen?
Es gibt zwei grundsätzliche Lösungsansätze für beschädigte Beton-Dehnungsfugen in der Bodenplatte, wenn man die Betonbodenreparatur mit der eigenen Mannschaft durchführen möchte. Das spart Zeit und Kosten – und genau für diese Do-it-yourself-Maßnahme sind unsere Produkte gedacht. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, wenn der Boden noch kalt ist: Die Bodenplatten sind dann zusammengezogen und die Fuge hat ihre größtmögliche Breite. Man braucht etwas mehr Material, dafür bleibt die Fuge auch bei Winterkälte wirklich dicht.
- Verfüllen der bestehenden Dehnungsfuge mit einem elastischen Epoxidharzmörtel oder flüssigen, elastischen Rissfüller (zwei mögliche Verfahren)
- Kompletter Neuaufbau der Dehnungsfuge
Reparatur Dehnungsfuge Beton – kann man das selbst machen?
Grundsätzlich ja, wenn Sie handwerkliches Geschick haben. Da sich Dehnungsfugen im Beton meist in gewerblichen Gebäuden wie Industriehallen, Logistikzentren oder Werkstätten befinden, gibt es dort in der Regel eigene Handwerker, Haustechniker oder Hausmeister, die solche oder ähnliche Arbeiten bereits durchführen.
Vorbereitung der Reparatur einer Dehnfuge
Wie bei allen Maßnahmen ist eine gründliche Vorbereitung der Reparaturstelle notwendig. Dazu wird die alte, schadhafte Fuge ausgekratzt, loser Beton entfernt und die Stelle anschließend tiefgründig gesäubert und gegebenenfalls getrocknet. Verunreinigungen durch Klebereste, Fette und Öle sollten ebenfalls entfernt werden.
Prüfen Sie, wie „morsch“ der Beton rund um die Fuge ist. Häufig ist der Beton auch um die Fuge herum beschädigt – vor allem im Hauptfahrwegbereich. Wir empfehlen, diese Bereiche gleich mit zu reparieren. Lösen Sie den beschädigten Beton heraus, bis Sie einen festen Untergrund erreichen. Unsere Epoxidprodukte sind später härter als Beton, sodass beschädigter, weicher Beton rund um die Reparaturstelle sonst schnell ausbrechen oder aussanden könnte.
Lösung Nr. 1: Vergießen bzw. Auffüllen (zwei Verfahren)
Nachdem Sie die Fuge gründlich gesäubert haben, gibt es zwei Verfahren für die Reparatur:
Verfahren 1: Bestehende Fuge neu vergießen
Hat die Dehnungsfuge noch ungefähr ihre ursprüngliche Breite von ca. 15 bis 20 mm und ist nicht stark ausgefahren, reicht es, wenn Sie die Fuge mit unserem FM 2K-Elasto Epoxi Rissfüller für Dehnungsfugen neu vergießen. Sie können die Fuge komplett in der Tiefe füllen, was jedoch viel Material verbrauchen kann. Der Verguss sollte mindestens 2 bis 3 cm tief ausgefüllt werden. Bei tieferen Fugen können Sie ein Fugen- bzw. Dichtungsband in die Fuge eindrücken. Dieser Rissfüller bleibt nach dem Aushärten (ca. 8 Stunden bei ca. 15 °C) dauerelastisch, ist mit Gabelstaplern überfahrbar und extrem haltbar.
Vor dem Vergießen sollten Sie die Ränder der Fuge mit Gewebeband bzw. Tape abkleben, damit Sie einen sauberen Abschluss erhalten. Glätten Sie das flüssige Epoxid nach dem Vergießen mit einem Feinspachtel. Entfernen Sie das Tape ca. 30 Minuten nach der Fertigstellung, damit es sich nicht mit der Fugenmasse verbindet.
Verfahren 2: Ausgefahrenes V-Profil auffüllen
Hat die Dehnungsfuge durch das Ausfahren bereits ein V-förmiges Profil und ist im oberen Bereich bis zu ca. 5 cm breit und ca. 2 bis 3 cm tief, lässt sie sich zwar mit dem flüssigen FM 2K-Elasto Epoxi Rissfüller vergießen bzw. füllen, allerdings ist die Oberfläche dann recht breit. Beim Überfahren mit dem Gabelstapler könnten Sie das spüren.
Besser ist hier der Einsatz unseres FM Epoxi Betonrep Elasto. Das ist die preiswerteste Lösung, wenn sich Ihre Bodenplatten nur noch wenig bewegen. Betonrep Elasto ist ein Spezial-Epoxidharzmörtel, der nach dem Aushärten (ca. 8 h bei ca. 15 °C) weiterhin elastisch bleibt und die Funktion der Dehnungsfuge nicht beeinträchtigt. So können Sie problemlos und kaum spürbar auch mit schwersten Lasten darüberfahren.
Lösung Nr. 2: Kompletter Neuaufbau der Dehnungsfuge
Es gibt auch Fälle, in denen die Fuge und der umgebende Beton so stark beschädigt sind, dass eine Reparatur in einem der beiden oben beschriebenen Verfahren nicht zu empfehlen ist. Gerade wenn Sie eine Fläche von deutlich über 5 cm mit dem elastischen Epoxidharzmörtel füllen würden, würden Sie das aufgrund der Flexibilität des Materials beim Überfahren spüren.
Aus diesem Grund empfehlen wir den kompletten Neuaufbau der Dehnungsfuge. Das ist zwar aufwändiger, lässt sich aber ebenfalls problemlos in Eigenleistung bewerkstelligen. Das gilt auch dann, wenn die Bewegung im Boden trotz des Alters der Bodenplatte noch sehr stark ist.
Nachdem Sie die schadhafte Fuge auf einer Breite von ca. 12 bis 15 cm und einer Tiefe von ca. 5 cm ausgeschnitten und den Beton entfernt haben, wird die Fuge mit dem Epoxidharzmörtel FM Epoxi Betonrep neu aufgebaut. Den Abstand der Dehnungsfuge erzeugen Sie mit einem ca. 20 mm breiten Holzbrett, das links und rechts mit dem Mörtel eingebettet wird. Schlagen Sie das Holzbrett zuvor in Plastik ein, damit es sich später wieder entfernen lässt.
Nach dem Aushärten wird die Fuge wieder mit dem FM 2K-Elasto Epoxi Rissfüller für Dehnungsfugen verfüllt.
Diese Lösung ist danach haltbarer als der Beton je zuvor. Auch dieses Verfahren lässt sich bei Dehnungsfugen im Außenbereich anwenden – allerdings darf es während der Reparatur und Aushärtung nicht regnen.
Sind noch Fragen offen? Wir beraten Sie gerne!
In unserer Beratung zur Bodensanierung erhalten Sie weiterführende Informationen dazu, wie Sie Dehnungsfugen in Beton selbst sanieren. Unsere Experten stehen Ihnen telefonisch oder per E-Mail persönlich zur Verfügung und beraten Sie auch gern zu den Themen Bodenvorbereitung, Bodenbeschichtung und Asphaltreparatur.
